«Die Abwechslung ist spannend»

Nina Saxer ist bei der Arbeit sowohl drinnen als auch draussen anzutreffen. Das schätzt die 27-Jährige besonders an ihrer Tätigkeit als Geomatiktechnikerin. Schon ihre Lehre hat sie bei Wälli absolviert. Dass sie innerhalb des Unternehmens immer wieder neue Chancen zur Weiterentwicklung bekommt, ist für Nina Saxer ein grosser Pluspunkt.

«Nach wie vor bin ich absolut überzeugt von meiner Berufswahl», sagt Nina Saxer und lacht. «Meine Aus- und Weiterbildungen waren genau der richtige Weg für mich.» Sei es nun im Büro oder beim Vermessen draussen auf dem Feld: Die junge Frau, wohnhaft in Herisau, ist eine aussergewöhnlich engagierte Geomatiktechnikerin. Spricht man mit ihr über den Beruf, wird schnell deutlich, dass sie an ihrer Arbeit grosse Freude hat. Beim Vermessen von Gebäuden, Grundstücken und Kulturgrenzen und mit den dabei genutzten neusten Technologien kennt sie sich bestens aus. Bereits seit ihrer Lehrzeit ist Nina Saxer eine überzeugte und treue Wällianerin. Innerhalb der Firma hat sie im Bereich Geoinformatik schon zahlreiche Einblicke an unterschiedlichen Standorten erhalten. Arbon war aber stets ihr wichtigster Bezugspunkt, und so ist es noch heute – Nina Saxers Arbeitsplatz befindet sich im Erdgeschoss des Hauptsitzes von Wälli.

Optimal unterstützt vom Arbeitgeber
Für ihre Lehre als Geomatikerin hatte sich Nina Saxer entschieden, weil ihr der Bezug zur Praxis gefiel und weil Mathematik und Geometrie in der Schule ihre Lieblingsfächer waren. Beim Schnuppern merkte sie schnell, dass es ihr zusagt, nicht ausschliesslich sitzend am Computer tätig zu sein. «Es macht mir nichts aus, bei Wind und Wetter im Freien zu arbeiten», fügt sie an. «Diese Abwechslung ist spannend und tut gut. Auch wenn ich dabei mal dreckig werde.»

Nach dem Lehrabschluss mit Berufsmaturität schaute sich die junge Frau bald nach Weiterbildungsmöglichkeiten um. Sie entschied sich für die Ausbildung zur Geomatiktechnikerin, um ihr Wissen zu vertiefen. Die berufsbegleitende Weiterbildung dauerte drei Jahre, von 2019 bis zum Abschluss 2022. «Ich schätze es sehr, dass Wälli mich hierbei sowohl zeitlich als auch finanziell unterstützt hat», sagt Nina Saxer rückblickend. Als Geomatiktechnikerin kann sie nun zusätzliche Aufgaben und auch leitende Funktionen übernehmen.

Derzeit verantwortet sie die Vermessungsprojekte in den Gemeinden Rorschacherberg, Steinach und Eggersriet. Vor einigen Monaten hat der Arbeitgeber der 27-Jährigen eine zusätzliche wichtige Aufgabe anvertraut: das Lehrlingswesen. Als Berufsbildnerin ist sie nun für vier Lernende sowie für Schnupperlehren verantwortlich. Zu den jüngsten Wällianern hat sie einen aussergewöhnlich guten Draht.

Frauen in technischen Berufen fördern
Dass sie einen Beruf ausübt, der aufgrund seines technischen Aspekts oftmals als Männerdomäne angesehen wird, ist Nina Saxer bewusst. Am Standort Arbon ist sie derzeit gar die einzige Frau in der Sparte Geoinformatik. Schwierigkeiten hat sie damit keine, im Gegenteil. Sie sagt: «Ich arbeite sehr gern mit Männern zusammen, ich sehe das ganz unkompliziert.» Während ihrer Lehrzeit sei rund ein Viertel der Auszubildenden weiblich gewesen, unterdessen gleiche sich das an, berichtet Nina Saxer. Gerne ist sie daher bereit, sich gleich selbst für noch mehr Frauen in der Branche einzusetzen – beispielsweise, indem sie den Schülerinnen in der Schnupperlehre von ihrem Werdegang berichtet und sie ermutigt, sich ebenfalls für diesen Beruf zu entscheiden.

Lieblingsbereiche von Nina Saxer

«Dies ist der klassische Schwerpunkt meines Berufs, der auch in der Lehre im Vordergrund stand. Wir führen die Vermessungen insbesondere im Auftrag von Gemeinden durch. Die erhobenen Daten sichern das Grundeigentum und dienen als Basis für geografische Informationssysteme. Man muss einen überdurchschnittlich guten Orientierungssinn mitbringen, um solche Aufgaben ausführen zu können. Auch nach zahlreichen Berufsjahren lerne ich nach wie vor dazu.»

«Hier geht es darum, Vermessungen an bestehenden Gebäuden oder für Bauvorhaben zu machen. Mir gefällt es besonders, wenn ich dadurch zu einem gelungenen Start eines Neubau- oder Umbauprojekts beitragen kann. Es ist für mich jeweils schön zu beobachten, was daraus entsteht.»

«Dies ist einer der modernsten Aspekte meines Berufs. Mit dem Laser kann man unzählige Punkte eines Geländes erfassen. Am Computer lässt sich dann ein dreidimensionales Modell davon erstellen. Erst kürzlich habe ich diese Methode bei einem Hangrutsch angewendet. Das war eine Spezialvermessung, wie sie nicht jeden Tag vorkommt.»